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Dienstag, 07 Sep 2010
YOU ARE HERE: Home Pik Pobeda 2006 Tagebuch Teil 1
Pik Pobeda Tagebuch Teil 1
Geschrieben von: Dieter Porsche   
Mittwoch, den 02. August 2006 um 00:00 Uhr

Pik Pobeda Tagebuch Teil 1

22. Juli 2006

Flug Frankfurt nach Almaty

Gegen 10:30 Uhr erreichen wir den Flughafen in Frankfurt von wo aus der Direktflug nach Almaty startet. Um 12:00 Uhr können wir in die Lufthansa Maschine einsteigen und um 0:30 Uhr landen wir in Amaty. Anschließend bringt uns ein Bus der örtlichen Trekking Agentur zu unserem Hotel, in dem wir die kommende Nacht verbringen.

23. Juli 2006

Busfahrt von Amaty nach Karkara

Heute steht die 280 km lange Fahrt nach Karkara, einer Zeltstadt für die Bergsteiger und Bergwanderer, auf dem Programm. Zuvor kaufe ich noch 110 Briefmarken in der Hotelhalle für meine vorgesehenen Grußpostkarten. Bis zur Abfahrt mit dem Bus kann ich noch die Hälfte der Postkarten mit den Briefmarken versehen, den Rest muss ich dann wohl im Basislager aufkleben. Einen Teil meiner Ausrüstung habe ich per Kargo bereits vorausgeschickt und nun bin ich sehr gespannt und aufgeregt ob diese angekommen ist. Als der Vertreter der Agentur im Hotel eintrifft, ist meine erste Frage nach meinem Gepäck. Es soll bereits in Karkara eingelagert sein.

Während der Fahrt ist es sehr warm und so sind wir froh, als wir um 17:00 Uhr das Bergsteigerlager in Karkara erreichen. Hier treffe ich auch meinen Bergführer Dimar Pavlenko, ein durchtrainierter, erfahrener und netter Extrembergsteiger, der bereits die Makalu-Westwand erstdurchstiegen hat. Mein Gepäck, das ich per Kargo verschickt hatte, ist bereits da und so kann ich den sagenhaften Sonnenuntergang genießen.

24. Juli 2006

Akklimatisation in Karkara

Bedingt durch die Zeitumstellung wache ich recht früh auf. Nach dem Frühstück wandere ich zusammen mit Dimar auf eine nahe gelegene Anhöhe um mich an die Höhe anzupassen. Am Nachmittag ist noch die Unterhaltung mit der Trekking Gruppe des DAV Summit Clubs, die zusammen mit mir am gestrigen Tag in Karkar eingetroffen ist, angesagt.

25. Juli 2006

Flug von Karkara zum Basislager

Kurz vor 8:00 Uhr starten wir mit dem Hubschrauber von Karkara. Nach einer Flugzeit von 45 Minuten setzen wir im Basislager „Nord-Inylchek“ auf. Die Bergsteiger, die den Kan Tengri von der Nordseite besteigen wollen, steigen hier aus. Ich nehme die Gelegenheit wahr um ein paar Bilder von der Aufstiegroute zu machen. Der Hubschrauber hebt jetzt wieder ab und bringt uns zu unserem Basislager „Süd-Inylchek“. Wir befinden uns nun in 4200 m Höhe. Der Lagerleiter weißt uns unser Zelt zu und wir richten uns erst einmal häuslich ein. Am Nachmittag gehen wir noch ein Stück in Richtung dem Lager 1 am Kan Tengri, um uns an die Höhe anzupassen. Am Abend, beim Essen macht die Meldung über einen tödlich verunglückten Bergsteiger am Kan Tengri die Runde. Dimar soll bei der morgigen Bergung mithelfen. Ich plane erst einmal einen Ruhetag ein.

26. Juli 2006

Ruhetag im Basislager

Bereits am frühen Morgen ist Bewegung im Basislager. Eine englische Trekkinggruppe wird heute vom Hubschrauber abgeholt. Der Hubschrauber trifft dann aber erst kurz von 12:00 Uhr ein. Am Nachmittag richte ich meine Ausrüstung für den morgigen Aufstieg zusammen. Gegen Abend ziehen dunkle Wolken auf und es beginnt zu regnen. Nachfolgend geht der Regen in Schnee über und da ist der Saunabesuch eine Wohltat. Die Sauna im Basislager ist zwar nicht groß aber sie erfüllt ihren Zweck sehr gut.

27. Juli 2006

Aufstieg vom Basislager in Richtung Lager I

Am Morgen schneit es und so ist es noch ungewiss, ob wir überhaupt aufbrechen. Nach dem Frühstück lassen die Niederschläge nach und wir begeben uns auf den Weg. Der erst Teil des Aufstiegs führt entlang der Moräne. Als wir dann den Gletscher queren ist die Wegefindung sehr schwierig, da bis dato keine Markierungsfahnen angebracht worden sind. Es beginnt nun erneut zu schneien und wir sehen keine Möglichkeit unter diesen Bedingungen das Lager I vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Wir gehen deshalb zurück zum Basislager. Morgen möchten wir auf jeden Fall den Weg zum Lager mit Markierungsfahnen ausstatten.

28. Juli 2006

Markierungsarbeiten auf dem Weg zum Lager I

Die Markierungsarbeiten nehmen sehr viel Zeit in Anspruch und so benötigen wir für den Aufstieg zum Lager I nahezu 7 Stunden. Der Lagerplatz selbst ist vor den Lawinen, die vom Pik Pobeda herunter kommen, sicher. Am späten Nachmittag beginnen drei tschechische Bergsteiger mit der Versicherung des steilen Eisbruches, der den Durchschlupf, zum Lager II bildet. Am Abend schneit es erneut.

29. Juli 2006

Abstieg von Lager I zum Basislager

Früh am Morgen machen wir uns für den Abstieg zum Basislager bereit. Nach 4 Stunden erreichen wir das Basislager. Eine Trekkinggruppe aus Sachsen ist heute Morgen im Lager eingetroffen und ich nutze diese Gelegenheit zur ausgedehnten Konversation. Unser Gesprächsstoff scheint unerschöpflich zu sein, und so wird es an diesem Abend sehr spät, bis wir in unsere Schlafsäcke schlüpfen.

30. Juli 2006

Ruhetag im Basislager

Der Tag beginnt mit einem Traumwetter. Die Trekkinggruppe aus Sachsen wird am Morgen abgeholt. Die meisten der noch im Basislager Anwesenden beherrschen weder die deutsche noch die englische Sprache und somit wird es nun ruhiger im Lager. Dimar und ich stellen die Ausrüstung für unseren nächsten Aufstieg am Nachmittag zusammen.

31. Juli 2006

Aufstieg vom Basislager zum Lager I

Der erneute Aufstieg zum Lager I in 4400 Meter Höhe geht nun schon erheblich schneller von statten. Allerdings haben sich unterhalb von Lager I kaum sichtbare Seen unter dem Schnee gebildet. Natürlich blieb es nicht aus, dass auch ich richtig tief in den grundlosen Schnee einsinke und meine Schuhe sich mit Wasser füllen. Zum Glück scheint die Sonne den ganzen Tag und ich bekomme meine Schuhe bis zum Abend wieder trocken.

01. August 2006

Durch den Eisbruch zum Lager II

Um 3:00 Uhr verlassen wir das Lager und steigen hinauf zum Eisbruch. Ca. 100 Meter Fixseil ermöglichen den zum Teil senkrechten Aufstieg durch den Eisbruch. Mein schwerer Rucksack fordert den vollen Kräfteeinsatz und nur mit Hilfe einer Trittschlinge kann ich diesen Abschnitt überwinden. Nach dem steilen Eisbruch führt der Aufstieg durch ein beeindruckendes Eislabyrinth mit seinen sehr tiefen Spalten. Die zugeschneiten Spalten haben ihre Tücken und wir steigen mit hoher Aufmerksamkeit durch diesen Abschnitt. Der weitere Aufstieg führt durch ein flaches Gletscherbecken zum Lager II das sich in 5100 Meter Höhe unterhalb des Dihiy-Paß befindet. Es ist das letzte Lager an diesem Berg, das nicht dem immer sehr starken Wind ausgesetzt ist.

Pik Pobeda Tagebuch Teil 2

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Mit 8068 m ist der Hidden Peak, auch Gasherbrum I genannt, der elfthöchste Berg der Erde.

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