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Samstag, 31 Jul 2010
YOU ARE HERE: Home Mount Everest 2001 Tagebuch Teil 1
Mount Everest 2001 Tagebuch Teil 1
Geschrieben von: Dieter Porsche   
Montag, den 02. April 2001 um 00:00 Uhr

Mount Everest Tagebuch Teil 1 

26. März 2001

Flug nach Kathmandu

Gegen 15 Uhr landen wir in Kathmandu und es erwartet uns schönes warmes Wetter. Nach einem kurzen Aufenthalt im Flughafen werden wir zum Hotel Vaishali in Thamel, ein Ortsteil von Kathmandu gebracht.

Die Expeditionsgruppe trifft sich am Flughafen in Frankfurt

Nach dem anstrengenden Flug ließen wir den Tag nach dem Abendessen recht schnell ausklingen.

27. März 2001

Stadtbesichtigung

Heute steht eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Zuerst fahren wir zur Swayambhunath - Stupa.

Swayambhunath – Stupa

Swayambunath liegt auf einem Hügel am Westrand der Stadt.

Gebetsfahnen auf dem Hügel der Swayambhunath Stupa

Ein Yogi präsentiert seinen tollen Bart

Vom Brunnen aus führen 365 Stufen zur Tempelanlage hinauf

Die allsehenden Augen Buddhas beobachten das Kathmandu - Tal.

Wegen der großen Anzahl Affen wird er auch der Tempel der Affen genannt

Swayambunath liegt auf einem Hügel am Westrand der Stadt

Die Stupa wird im Uhrzeigersinn von den Gläubigen umrundet

Der älteste Stupa Nepal (5. Jh.) hat unter Buddhisten den gleichen Stellenwert wie Pashupati für Hindus.

Gebetsmühlen sind entlang des Weges um die Stupa angeordnet

Im Gegensatz zum Bodnath - Stupa wird Swayambunath auch von vielen Newa - Buddhisten verehrt und von Hindus besucht.

Pashupatinath (Pashupati)

Der nächste Besichtigungspunkt war Pashupatinath (Pashupati). Pashupati ist der wichtigste Hindu - Tempel Nepals.

Pashupatinath ist eine der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus

Am linken Ufer des Bagmati befinden sich die Verbrennungsstätten

Die Angehörigen nehmen Abschied von den Verstorbenen

Verehrt wird Shiva in seiner Form als Pashupatinath, "Herr der Tiere" aber auch als Schutzpatron des Hindu - Königreiches. Pashupati ist wahrscheinlich 2000 Jahre alt und war schon ein heiliger Platz, bevor die Hindus kamen.

Stupa von Bodnath

Das buddhistische Heiligtum ist knapp 40 m hoch und hat am Sockel einen Durchmesser von 100 m. Es ist der größte Stupa in Nepal und einer der größten der Welt.

Die Stupa von Bodnath ist nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet

Eine Gläubige bei der Umrundung der Stupa

Junger Klosterschüler bei der Stupa von Bodnath

Wahrscheinlich wurde er im 6. Jh. erbaut. Sein Aufbau ähnelt einem Mandala (Meditiationskreis). Ursprünglich waren der Stupa das Grabmal und der heilige Aufbewahrungsort der Reliquien des historischen Buddha.

Patan

Patan ist eine vorrangig eine buddhistische Stadt und besitzt über 150 ehemalige Klöster.

Patan ist neben Kathmandu die zweitgrößte Stadt Nepals

Eines der unzähligen ehemaligen kleinen Klöster

Kleines Kloster in der Nähe des Durbar Square in Patan

Die Gründung geht bis auf das Jahr 233 v. Chr. zurück.

Der Durbar Square in Patan

Diese Stadt ist besonders durch ihre einmaligen Holzschnitzereien und die Backsteinbauten bekannt.

28. März 2001

Besichtigung des Shaligram Kinderhaus

Am Vormittag versah ich meine 270 Postkarten an Freude, Geschäftspartner und Sponsoren mit Briefmarken und habe sie anschließend zum Postamt gebracht. Damit diese dann auch wirklich von Kathmandu verschickt werden, bin ich so lange auf dem Postamt geblieben, bis alle Karten von Hand gestempelt waren. Gegen Mittag bin ich zum neuen Shaligram - Kinderhaus von der Nepalhilfe Beilngries gefahren.

Das neue Shaligram Kinderhaus in Lhubu

Das Haus ist in Lhubu (10 km außerhalb von Kathmandu). Die 19 Kinder, die in diesem Haus wohnen, sind Halbweisen oder Straßenkinder. Nun haben sie, nach meiner Meinung, ein wunderschönes neues Zuhause. Mehrere Volontärinnen aus Deutschland betreuen die Kinder hier. Sie opfern ihren Urlaub für dieses Projekt und machen diese Tätigkeit ehrenamtlich. Ich wurde durch das Haus geführt und konnte mir alle Räume ansehen. Alles war sehr schön und kindergerecht eingerichtet und die Kinder fühlen sich hier sichtlich wohl. Nun übergab ich eine Spende von der Firma Multek (siehe Sponsoren) an die Leiterin des Kinderhauses. Der Betrag für diese Spende wurde im Rahmen einer Jahresabschlussfeier innerhalb der Firma von den Mitarbeitern bei einer Verlosung zusammengetragen.

29. März 2001

1. Etappe: Kathmandu - Phakding

Um 6 Uhr starten wir vom Hotel zum Flughafen, wo wir gegen 8 Uhr mit einer Twin Otter zu einem kleinen Flughafen in Phaphlu unweit von Lukla fliegen.

Mit einer Twin Otter fliegen wir von Kathmandu nach Phaphlu

Das Cockpit der DHC-6 Twin Otter

Die Twin Otter bei der Landung in Phaphlu

Dort müssen wir in einen Hubschrauber umsteigen, da die Landebahn von Lukla (2840 m) derzeit gerade geteert wird und somit keine Starts und Landungen möglich sind. Der beeindruckende Hubschrauberflug war leider schon nach 10 Min. beendet.

Von Phaphlu nach Lukla fliegen wir mit einem Hubschrauber

Tee-Pause in der Himalaya Lodge in Lukla

Beim Abmarsch von Lukla beginnt es zu regnen

In Lukla essen wir zuerst einmal zu Mittag, bevor wir mit dem Sortieren der Ausrüstung beginnen. Wir teilen die Ausrüstung in 2 Pakete auf. Ein Paket geht direkt ins Basislager und das andere verbleibt während des Anmarsches immer bei uns. So lässt sich zum einen der Transport einfacher bewerkstelligen und zum anderen haben wir die notwendige Ausrüstung während des Anmarsches immer griffbereit. Gerade rechtzeitig zum Abmarsch beginnt es zu regnen und alle Teilnehmer kaufen sich noch schnell einen Regenschirm. Der anfängliche leichte Regen steigert sich dann sehr schnell zu einem kräftigen Regenguss und so kommen wir nach 2 Std. total durchnässt in Phakding (2600 m) an. Zum Glück gab es in der Unterkunft einen Ofen, wo wir unsere nassen Sachen wieder trocknen konnten. Nach einem guten Abendessen war dann die Stimmung der Gruppe wieder im Lot und der Regen war schnell wieder vergessen.

30. März 2001

2. Etappe: Phakding - Namche Bazar

Der neue Tag beginnt mit einem wolkenlosen Himmel und oberhalb von 3000 m waren die umliegenden Berge mit etwas Neuschnee eingezuckert.

Am frühen Morgen verlassen wir die Lodge in Phakding

Kleine Dörfer und ein fantastisches Bergpanorama

Der Eingang zum Sagarmatha National Park

Der Weiterweg schlängelt sich zuerst entlang des Dudh Kosuhi Flusses, der an mehreren Stellen über Hängebrücken überquert werden muss. Nach ca. 2 Std. erreichen wir den Eingang zum Sagarmatha National Park, wo wir unsere Expeditionsgenehmigung vorzeigen müssen.

Schöne Hängebrücke über den Dudh Kosi

Der U-förmig angelegte Ort Namche Bazar

Nach kurzer Zeit geht der Weg steil nach oben und wir erreichen nach weiteren 2 Std. Gehzeit den wunderschön gelegenen Ort Namche Bazar (3440 m). Hier verbringen wir die kommende Nacht.

31. März 2001

Namche Bazar (3440 m)

Bereits um 6 Uhr werden wir von den ersten Sonnenstrahlen, welche die umliegenden schneebedeckten Berge anstrahlen, geweckt.

Auf dem Wochenmarkt in Namche Bazar

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zu einem nahe gelegenen Aussichtspunkt, von wo aus der Mount Everest, Lhotse, Nuptse und die Ama Dablam zu sehen sind. Die Berge haben bereits eine kleine Wolkenhaube. Anschließend besuchen wir den Wochenmarkt in Name Bazar. Hier herrscht ein buntes Treiben und es werden alle nur erdenklichen Waren angeboten. Den Rest des Tages verbringen wir mit lesen und ausruhen. Morgen geht es dann wieder weiter in Richtung Everest Basislager.

01. April 2001

3. Etappe: Namche Bazar - Tengboche

Die heutige Etappe führt uns zuerst über Syangboche (3720 m) zum Everest View Hotel in 3800 m Höhe, von wo wir einen grandiosen Blick auf den Mount Everest, Lhotse (8501 m) und die Ama Dablam (6856 m) haben.

Wir starten früh am Morgen von Namche Bazar

Das wunderschön gelegene Namche Bazar

Hinter Namche Bazar ist das gewaltige Himalayapanorama zu sehen

Die Ama Dablam ist heute den ganzen Tag zu sehen. Bei Teshinga wird der Dudh Kosi überquert und danach geht es steil hinauf nach Tengboche (3860 m).

Kaffeepause im höchst gelegenen Hotel der Welt

Die 6856 m hohe Ama Dablam

Unsere Zelte bei Sonnenuntergang beim Kloster von Tengboche

Als wir am Nachmittag das Kloster in Tengboche besichtigen, schneit es bereits und wir sind froh, dass wir das Tagesziel erreicht haben.

02. April 2001

4. Etappe: Tengboche - Dingboche

Gleich nach dem Start durchwandern wir einen wunderschönen Märchenwald.

Das buddhistische Kloster von Tengboche

Kleine Stupa am Wegesrand bei Deboche

In Pangboche verzweigt sich der Weg

Als wir den frisch verschneiten Wald verlassen, ist die Ama Dablam wieder zu sehen.

Der Weg schlängelt sich entlang des Flüsschen Imja Khola

Die Ortschaft Chukung und der Island Peak (6189 m)

In Dingboche stellen wir unser Zelte auf

Der Weg schlängelt sich nun entlang des Flüsschen Imja Khola und wir erreichen gegen Mittag den 4410 m hoch gelegene Ort Dingboche.

03. April 2001

5. Etappe: Dingboche - Lobuche (Pyramide)

Hinter Dingboche führt der Weg auf eine Anhöhe, von wo man einen wunderbaren Rundblick hat. Über einen Höhenweg erreicht man Dughla (4620 m).

Hinter Dingboche führt der Weg auf eine Anhöhe

Über einen Höhenweg erreichen wir den Ort Dughla

Dughla mit der Aussicht auf die Ama Dablam

Hier endet der Khumbu Gletscher und der Weg führt auf den Ausläufern des Gletschers steil nach oben. In 4800 m Höhe schlängelt sich der Weg entlang des Khumbu Gletschers und gibt nun den Blick auf den Aussichtsberg Kala Patthar (5550 m) und den Pumo Ri (7165 m) frei.

Auf der Gletschermoräne hinter Dugla befinden sich viele Tschörten

Neben der Seitenmoräne des Khumbu-Gletschers geht nach Lobuche

Das Hotel 8000 INN und die italienische Forschungspyramide

Hinter Lobuche (4910 m) biegen wir ab zur italienischen Forschungsstation (wegen ihres Aussehens auch Pyramide genannt). Hier befindet sich auch das Hotel 8000 INN (4970 m), in dem wir die kommende Nacht untergebracht sind. Heute stellen sich bei mehreren Teilnehmern Magenprobleme ein und so ist es noch ungewiss, wer am nächsten Tag ins Basislager mitgeht.

04. April 2001

6. Etappe: Lobuche (Pyramide) - Basislager

Bis zum Morgen haben nicht alle Teilnehmer ihre Magenprobleme überwunden und so bin ich dann der Einzige, der heute zum Basislager geht. Zuerst komme ich an Gorak Shep (5140 m) vorbei, von wo aus der Aufstieg zum Kala Patthar erfolgt.

Der ins Tal fließende Khumbu-Gletscher mit der Ama Dablam

Gorak Shep, der 5675 m hohe Kala Patthar und der Pumori (7165 m)

Auf dem Khumbu-Gletscher befindet sich das Basislager

Ich folge jedoch den Weg entlang des Gletschers bis zu dem Basislager in ca. 5250 m Höhe. Hier haben die Sherpas bereits mit dem Einrichten des Lagers begonnen und mehrere Plattformen für die Zelte hergerichtet. Ich stelle mein Zelt auf und richte es mir für die kommenden Tage ein. Bis zum Abend ist noch nicht die komplette Expeditionsausrüstung im Basislager eingetroffen.

Mount Everest Tagebuch Teil 2

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